Meine Filmkritik: Burt Reynolds überzeugt als Poker Legende in „Deal“
Habe letztens wieder einen Pokerfilm gesehen: Der Film „Deal" handelt von jungen Pokertalent Alex
Stillman (Bret Harrison), der davon träumt, professioneller Pokerspieler zu
werden. Als Alex der Poker Legende Tommy Vinson (Burt Reynolds) begegnet, rückt
sein Traum in greifbare Nähe. Der pensionierte Profi nimmt Alex unter seine
Fittiche und bezahlt seine Buy-Ins. Burt Reynolds brilliert hier als alternder,
müde gewordener Ex Poker Profi, der seiner Frau zuliebe mit dem Spielen
aufgehört hat. Die Szenen zwischen Reynolds und seiner Frau sind wirklich
rührend und man nimmt Reynolds den inneren Konflikt zu 100% ab. Der Erfolg
stellt sich tatsächlich ein und die beiden können einige Erfolge verzeichnen. Bis
der schüchterne Alex eines Abends Call Girl Michelle (Shannon Elizabeth) begegnet
läuft alles glatt, aber dann geht der Ärger richtig los und der Meister und
sein Schüler gehen getrennte Wege, nur um am Finaltisch der World Poker Tour
als Gegner wieder aufeinander zu treffen.
"Deal" ist ein typischer Hollywood Film, der streng den
Gesetzmäßigkeiten des Feel-Good Movie folgt. Wer hier einen subtilen
Underground Film erwartet wird enttäuscht. Wer aber auf gute Unterhaltung
steht, für den ist „Deal“ genau das Richtige. Zwar ist die Schleichwerbung für Pokerstars
schon fast penetrant aber dafür kommt das Feeling in der Pokerwelt sehr gut
rüber, nicht zuletzt deshalb, weil der Film während einer echten WPT gedreht wurde, echte Pokerpros wie Joe Hachem, Greg Raymer, Chris Moneymaker
und viele mehr sind mit von der Partie. Wer sich für Poker interessiert und sich gerne von Hollywood
einlullen lässt, ist mit „Deal“ gut bedient.

