Poker als Lebensschule

Dienstag, 21. August 2007

Die Wirtschaftszeitung Financial Times Deutschland hat mich die Tage mit einem Artikel über die Ansichten des Juraprofessors Charles Nesson aus Harvard überrascht.

Nessons Konzept, dass er diese Woche auf einer Konferenz in Singapur vorstellen wird: Die Menschheit soll mehr Poker spielen. Und schon lösen sich die meisten gesellschaftlichen Probleme wie von selbst.

Er möchte das Kartenspiel weltweit an Schulen und Universitäten etablieren.

"Poker lehrt, selbstständig zu denken, es ist eine wesentliche Komponente der Individualität und ein zentraler Aspekt für das Verwalten der eigenen Ressourcen", sagt Nesson. Entscheider in der Wirtschaft könnten vom Poker lernen, wie man Verhandlungsgegner in die Falle laufen lässt. Teenager könne das Spiel Tugenden wie Geduld, Selbstbeherrschung und Respekt lehren. Jurastudenten verstünden durch Poker das Beweisrecht besser, und Diplomaten könnten die Kunst des Bluffens gewinnbringend in den internationalen Beziehungen anwenden. Für das persönliche Finanz- und Risikomanagement schließlich gebe es ohnehin kein besseres Lehrmittel als Poker, ist Nesson überzeugt. Durch das Kartenspiel lerne man, das Optimum aus den verfügbaren Ressourcen herauszuholen - und man lerne, wie man mit Anstand verliert.

Den vollständigen Artikel findet sich in der FTD vom 20.08.2007

Ich hoffe von Charles Nesson noch mehr zu hören. Als Pokerspieler teilt man natürlich sehr gerne seine Ansichten.

Dennoch erinnert er mich ein bisschen an den Wissenschaftler ;-) Timothy Leary, der in den 1960er und 1970er Jahren berühmt wurde, da er den freien und allgemeinen Zugang zu bewusstseinsverändernden Drogen propagierte.

Online-Poker begeistert vornehmlich junge Generation

Samstag, 4. August 2007

Das Marktforschungsinstitut TNS Emnid http://www.tns-emnid.com hat im Auftrag des bwin-Portals http://www.pokerroom.com eine Umfrage zu Onlinepoker durchgeführt. Es wurden 1.000 Deutsche zu ihren Vorlieben im Zusammenhang mit Online-Pokerspiel befragt.

Sie kommt zu dem Ergebnis, dass der Boom von Onlinepoker in Deutschland in erster Linie bei der jungen Generation unter 30 Jahren stattfindet.

Rund ein Viertel der unter 30-jährigen Deutschen gab dabei an, Onlinepoker gerne auszuprobieren, 12 % haben schon einmal aktiv im Netz gepokert. Bei der älteren Generation lässt die Online-Spielfreude dagegen rapide nach. In der Gruppe der 40- bis 59-Jährigen zeigen nur drei Prozent Interesse an dem Internet-Glücksspiel. Noch verschwindender wird die Begeisterung bei den über 60-Jährigen. Unter den Umfrageteilnehmern fanden sich gerade einmal zehn Personen in dieser Altersgruppe, die am Online-Poker Freude haben.

Laut Studie wollen viele Nutzer, die sich die Grundregeln angeeignet haben, ihr Können online erweitern. Acht Prozent der unter 30-Jährigen spielen mindestens einmal pro Woche Online-Poker. Allein bei PokerRoom.com sind derzeit rund elf Mio. User
weltweit registriert.

Da hat Emnid nicht nur meine Meinung bestätigt, dass Onlinepoker insbesondere eine Sache von jungen, ambitionierten Internet Nerds ist, die in den Low und Middle Limit Bereichen sehr oft für einen schärferen Wettbewerb sorgen als er in Casinos und Spielbanken bei den Live Games herrscht.