Vom Kremlflieger zum Poker-Spieler
Von einer ungewöhnlichen Karriere las ich heute in der net-tribune.de. Da Pokerspieler im Schnitt sehr jung sind, wird vielleicht nicht allen der Name Mathias Rust geläufig sein. Er sorgte kurz vor Ende des kalten Krieges, am 28.Mai 1987 als 19jähriger für eine kleine Ost-West-Krise, als er mit einer einmotorigen Propellermaschine einen spektakulären Flug durch die Sowjetunion machte und auf dem Roten Platz mitten in Moskau landete. Das war natürlich eine Blamage für die sowjetische Radarüberwachung. Nach mehreren Monaten Haft durfte er nach Deutschland zurückkehren. «Das war naiv, jugendlicher Idealismus», sagte Rust jetzt über den Flug. Er habe ein Zeichen für den Frieden setzen wollen, sei aber durch die Haft «aus meiner Traumwelt» gerissen worden. Er geriet erneut in die Schlagzeilen, nachdem er während seiner Zivi-Zeit eine Krankenschwester niederstach. Später hatte er es nochmals wegen "Kleinigkeiten" mit dem Gericht zu tun.
Inwischen spielt er laut eigener Aussage professionell Poker: «Mein höchster Gewinn war eine dreiviertel Million bei einem Turnier in Las Vegas. Aber ich habe auch schon viel wieder verloren», sagte der 39-Jährige nach einem Bericht der Bild-Zeitung.

