Arme Dänen

Nein, heute ist nicht der erste April, so fühlte ich mich aber beim Lesen eines Artikels im Tagesspiegel:

Wenn die Steuerfahndung pokert

In Dänemark versuchen Finanzbeamte, Gewinnern aus Online-Glücksspielen auf die Schliche zu kommen.

Von André Anwar

KOPENHAGEN - Was für ein Job. Der ehrenwerte Beruf des Steuerbeamten gilt im Volksmund als grau, bieder, langweilig. Die dänische Finanzbehörde „Skat“ straft dieses Gerücht nun Lügen. In Kopenhagen dürfen die Beamten des wohl bekanntesten Amtes des Königreichs täglich im Internet bei Pokerturnieren ihre Geschicklichkeit, ihr Talent zum Bluffen und ihre Risikobereitschaft unter Beweis stellen. Und das Schönste ist: Für verlorene Einsätze müssen die Beamten nicht selber zahlen. Dafür stehen Steuergelder zur Verfügung.

Das Online-Poker-Projekt soll jedoch nicht nur zur Auflockerung der Atmosphäre in den dänischen Finanzämtern beitragen – auch wenn dies unbestreitbar ein Nebeneffekt ist. Eigentlich geht es den Steuerbeamten darum, Internet-Pokerspieler mit dänischer Staatsbürgerschaft zu entlarven, wenn sie ihre beim Zocken gemachten und teils beträchtlichen Gewinne nicht ordnungsgemäß versteuern.[...]

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Eigentlich kann ich das ja nicht glauben, aber nun gut, nehmen wir mal an, dass dänische Finanzbehörden tatsächlich den Online Pros auf die Schliche kommen wollen. Ohne Kooperation mit den entsprechenden Pokeranbietern halte ich das für kaum möglich. Oder jemand ist so unvorsichtig und gibt irgendwo seine wahre Identität preis.

Hoffen wir mal, dass diese Neugier der Finanzämter in Europa keine Schule macht.

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