"GLÜCK IM SPIEL" - Kinostart 28. Juni 2007

Mittwoch, 27. Juni 2007

Ein Mann treibt pokerspielend durch die glitzernden Nächte von Las Vegas, ist öfter broke als mit guter Bankroll ausgestattet, lernt dabei eine Frau vom Lande kennen, die von einer Gesangskarriere träumt und steckt in einem Vater-Sohn-Konflikt.

Ungefähr so lässt sich die Story des neuen Films von Regigesseur Curtis Hanson (LA Confidential) in einem Satz zusammenfassen. Der degenerierte Pokerspieler wird von dem für mich unbekannten Eric Bana gespielt. Ein lässiger Robert Duvall und die süße Drew Barrymore besetzen die weiteren Hauptrollen. Als Gegner am Pokertisch agieren Doyle Brunson, Sammy Farha, Barry Greenstein und andere bekannte Las Vegas Poker-Promis in Nebenrollen. Da ist es kein Wunder, dass der Typ dauernd pleite ist. :-D

Der Film weckt aufgrund der dünnen Story nicht gerade hohe Erwartungen. In den USA hat er nicht den gewünschten Erfolg erzielt und eher schlechte Kritiken bekommen. Aber als Pokerspieler schaut man ihn sich natürlich an. Ich habe ihn gesehen und er hat gut unterhalten. Mehr aber auch nicht.

Glück im Spiel (USA 2006)

Originaltitel: "Lucky You"
Regie: Curtis Hanson
Buch: Eric Roth, Curtis Hanson
Darsteller: Eric Bana, Drew Barrymore, Robert Duvall
Produktion: Lucky You Pictures Inc., DiNovi Pictures, Village Roadshow Pictures, Deuce Three Ps
Verleih: Warner
Länge: 124 Minuten
Start: 28. Juni 2007

offizielle Website

Medienwächter prüfen Pokersendungen

Freitag, 22. Juni 2007

Stefan Raab ist mit seiner Sendung "TV Total Pokerstars.de Nacht" ins Visier der Medienwächter geraten. Die Sendung wird überprüft. Aber auch andere Pokershows von DSF und DasVierte werden kritisiert. Der Vorwurf: Schleichwerbung. Logos der Sponsoren seien sehr deutlich und sehr lange zu sehen.

Nach § 4 (3) des Gesetzes gegen den unlauteren Wettbewerb (UWG) ist Schleichwerbung unzulässig, weil jede Werbemaßnahme so beschaffen sein muss, dass ihr werbender Charakter von den Angesprochenen erkannt werden kann.

Mir fällt es schwer zu glauben, dass jemand die Werbung, insbesondere für Onlinepokerräume, nicht erkennt. Offensichtlicher geht es doch nicht und es verhält sich ähnlich wie beim Fußball oder im Radsport. Thomas Gottschalks unscheinbare Gummibären auf dem Sofatisch fallen da schon eher in die Kategorie Schleichwerbung.

Es bleibt zu hoffen, dass der Versuch, auf diesem Wege Poker im TV einzudämmen, erfolglos bleibt.

Sie hat es endlich geschafft: Katja Thater gewinnt WSOP Bracelet...

Mittwoch, 20. Juni 2007

Vorab: Ich gönne es ihr von ganzem Herzen. Was mußte diese arme Frau sich alles anhören. Das ist jetzt vorbei. Mit dem Armband gewinnt Thater $132,653 und einen Platz auf einer sehr kurzen Liste mit weiblichen Bracelet-Gewinnern. Damit geht in diesem Jahr nach dem Sieg von Michael "The Doc" Keiner bereits das 2. Armband nach Deutschland.

Beim Nr. 29 1500$ Razz Event in Las Vegas katapultiert sich Thater in einen sehr illustren Kreis. Sie ist nun eine von vier Bracelet-Trägern in Deutschland. Razz ist eine sehr anspruchsvolle Lowball-Variante von Seven Card Stud. Hier gewinnt die schlechteste Hand. Berichten zufolge erlitt Paul “Eskimo” Clark während des Turniers einen Schlaganfall.

Ein Riesenglückwunsch von unserem Blog an die sympathische Katja...

Der Final Table:

1 132,653$ Katja Thater

2 73,311$ Larry St. Jean

3 46,547$ O'Neil Longson

4 31,186$ Paul Clark

5 24,204$ Denny Axel

6 18,386$ Mark Vos

7 14,197$ Men Nguyen

8 10,473$ Thomas Daubert

9 7,215$ Mike Dreyer

WSOP 2007: Hellmuth's Eleven

Dienstag, 12. Juni 2007

Phil Hellmuth hat bei der 38. WSOP Geschichte geschrieben und gestern, am 11.06.2007 als erster Spieler ein 11. Gold Bracelet gewonnen.

Er siegte im Event #15 der diesjährigen WSOP in dominater Weise, ein $1.500 No Limit Holdem Turnier. Die Pokerlegenden Doyle Brunson und Johnny Chan teilten sich mit ihm bis gestern den Titel mit jeweils zehn gewonnen Bracelets. Nun ist Phil alleiniger Rekordhalter.

“YES…YES…Oh Baby!” waren seine Worte nach der entscheidenden Hand. Sein A3o schlug ATs nachdem eine 3 auf das Board fiel. Ich stelle mir gerade genüßlich vor welche Show man hätte erleben können, wenn Hellmuth mit  AT gegen A3 verloren hätte.  ;-)

Das Preisgeld in Höhe von $637.254 würdigte er dann doch noch: "It´s a nice pile." Dabei spielt er die WSOP fast nur der Geschichte wegen.

Er wird zahlreiche Neider haben, da er für viele der nervigste, peinlichste, cholerischste und kindischste Spieler am Pokertisch ist. Ich mag ihn: Er ist ein genialer (Turnier)-Spieler mit etlichen Macken und enormen Unterhaltungswert. Ich wünsche ihm, dass es noch in diesem Jahr mit Bracelet No. 12 klappt.

PokerStars übernimmt FullContactPoker

Dienstag, 12. Juni 2007

PokerStars hat den wahrscheinlich beliebtesten Pokerspieler Daniel Negreanu unter Vertrag genommen. Gleichzeitig wird Daniel Negreanu´s kleine aber feine Pokersite FullContactPoker mit allen Spielern  vom Marktführer PokerStars übernommen. Die Bekanntgabe während der WSOP war überraschend. Aber angesicht der Tatsache, dass FullContactPoker in Folge des Onlinepokerverbots in den USA  nicht das angestrebte Wachstum erreichen konnte, nur logisch. Für den Kanadier lohnt sich dieser Schritt allemal. Nun ist er noch weniger auf das Poker spielen angewiesen und kann mehr Zeit mit Golfen und Videogames verbringen. ;-)

WSOP 2007: Michael Keiner gewinnt 7 Card Stud Event

Sonntag, 10. Juni 2007

Der Deutsche Michael Keiner hat sich einen Traum erfüllt und ist nun Träger eines goldenen Bracelets der WSOP. Er gewann das Event #14, ein Seven Card Stud Turnier mit $1.500 buyin und 385 Teilnehmern. Es war wahrlich ein Marathontag! Das Turnier begann am Samstag um 16 Uhr (PST) und endete erst am Sonntag morgen nach 7 Uhr. Für diese Kondition zolle ich dem 48 jährigen, ehemaligen Arzt Respekt. Auf dem Weg zum Titel überstand er am Final Table prominente, sehr starke Konkurrenz: Barry Greenstein wurde 4. und der WSOP-Champ von 2004 , Greg "Fossilman" Raymer landete auf dem 6. Platz.

"Das Geld zählt nicht. Das ist es!" sagte Keiner und hielt sein gerade gewonnenes Armband hoch, auf das er seit 10 Jahren gewartet hat. Im Heads Up baute der Repräsentant des 888.com Casinos (PacificPoker)  seinen Vorsprung von $100.000 in Chips gegenüber Nesbitt Coburn kontinuierlich aus. Schliesslich nahm er neben dem begehrten hässlichen Armschmuck auch $146.987 Preisgeld mit.

Herzlichen Glückwunsch!

Ergebnis Final Table:

1. Michael “The Doc” Keiner 	$146,987
2. Nesbitt Coburn $80,876
3. Steve Sung $51,222
4. Barry Greenstein $33,698
5. Dale Phillips $26,150
6. Greg “Fossilman” Raymer $19,680
7. John Robertson $15,097
8. Larry Eubanks $11,053
Im Internet ist er ausserdem mit seiner Homepage http://www.michaelkeiner.de vertreten.

WSOP 2007 - 38TH ANNUAL WORLD SERIES OF POKER

Sonntag, 10. Juni 2007

2007 38TH ANNUAL WORLD SERIES OF POKER

Die 38. Ausgabe der WSOP läuft bereits seit dem 1. Juni. Tausende Spieler werden in Millionen von Händen bis zum 17. Juli um 55 Bracelets kämpfen. Ob eine solche Vielzahl an Turnieren noch sinnvoll ist, darf bezweifelt werden. Insbesondere  die inflationäre Masse an NoLimit Holdem events entwertet meines Erachtens die einzelnen Bracelets. Weniger ist manchmal mehr.
DasPokerWeblog.de hat die interessantesten Events zusammengefasst, die wirklich ein Bracelet verdient haben:

Sun, Jun. 03 - Tue, Jun. 05
Event 5 - Omaha/Seven Card Stud High/Low 8/OB - $2.500 - no rebuys - 327 entries - total prize pool $752,100

Die ersten 10 Plätze des bereits beendeten Events zeigen, dass dies ein event für die erfahrenen Top-Pros war.

1 Tom Schneider $214,347
2 Ed Tonnellier $118,456
3 Annie Duke $75,210
4 Chris Ferguson $50,391
5 Christopher Bell $39,109
6 David Benyamine $29,708
7 Joseph Bolnick $22,939
8 John Phan $16,922
9 Josh Arieh $11,658
10 Scotty Nguyen $11,658

Mon, Jun. 04 - Wed, Jun. 06
Event 7 - Pot-Limit Omaha - $5,000 - Multiple Rebuys - 145 entries - 421 rebuys - total prize pool $2,891,000

1 Burt Boutin $825,956
2 Erik Cajelais $483,755
3 David "Devilfish" Ulliott $332,582
4 Sirous Jamshidi $230,883
5 Minh Ly $174,537
6 Larry Jonsson $134,682
7 John Juanda $107,196
8 Humberto Brenes $79,710
9 Robin Keston $57,721
10 Robert Williamson III $41,229

Wed, Jun. 06 - Fri, Jun. 08
Event 11 - World Championship Seven Card Stud $5,000 - 180 entries - total prize pool $846,000

1 Chris Reslock $258,453
2 Phil Ivey $143,820
3 David Oppenheim $93,060
4 Pat Pezzin $61,335
5 Theo Jorgensen $46,530
6 Ted Lawson $35,532
7 Oriane Teysseire $27,072
8 Marco Traniello $19,458
9 Mike Wattel $13,536
10 Jerrod Ankenman $13,536

Fri, Jun. 08 - Sun, Jun. 10
Event 13 - World Championship Pot-Limit Hold'em $5,000 - 398 entries - total prize pool $1,870,600

Sun, Jun. 10 - Tue, Jun. 12
Event 17 - Ladies World Championship No-Limit Hold'em $1,000

Sun, Jun. 10 - Tue, Jun. 12
Event 18 - World Championship Limit Hold'em $5,000

Thu, Jun. 14 - Sat, Jun. 16
Event 24 - World Championship Seven Card Stud High-Low 8/OB $3,000

Sun, Jun. 17 - Tue, Jun. 19
Event 29 - Seven Card Razz $1,500

Tue, Jun. 19 - Thu, Jun. 21
Event 31 - World Championship Heads-Up No-Limit Hold'em $5,000

Thu, Jun. 21 - Sat, Jun. 23
Event 36 - World Championship Omaha High-Low 8/OB $5,000

Sun, Jun. 24 - Thu, Jun. 28
Event 39 - World Championship H.O.R.S.E. $50,000

Fri, Jun. 29 - Sat, Jun. 30
Event 48 - 2 to 7 Triple Draw Lowball (Limit) $1,000 - Multiple Rebuys

Sun, Jul. 01 - Mon, Jul. 02
Event 50 - World Championship Pot-Limit Omaha $10,000 - No rebuys

Wed, Jul. 04 - Thu, Jul. 05
Event 54 - World Championship No-Limit 2-7 Draw Lowball $5,000 - Multiple Rebuys

Fri, Jul. 06 - Tue, Jul. 17
Event 55 - World Championship No-Limit Hold'em $10,000 - Main Event

Mein Tipp: Ausser im Main Event werden diese Titel unter den mehr oder weniger bekannten Profis vergeben.

Poker, Prostituierte und pathologisches Spielen - Stu „The Kid“ Ungar – Der beste Texas Hold'em Spieler aller Zeiten

Freitag, 8. Juni 2007

Seit Texas Hold'em in Deutschland derart populär geworden ist, fällt an vielen Pokertischen immer öfter ehrfürchtig der Name Stu Ungar wenn es darum geht, wer der beste Texas Hold'em Spieler aller Zeiten ist. Wer war dieser Mensch und warum war er so gut?

  Stuart „The Kid“ Ungar wurde 1953 als Sohn jüdischer Einwanderer geboren. Mit 10 Jahren begann er, in New York Gin-Rummy zu spielen.  Das erste Turnier, an dem er teilnahm, gewann er und er erspielte in der Folgezeit als Kind über 35.000 Dollar. Allerdings verlor er das meiste Geld wieder bei Pferdewetten. Seine Gin-Rummy Karriere ging weiter und er kam 1976 nach Las Vegas, wo er seine langjährige Freundin heiratete und eine Tochter bekam.

 Ein Hauptgrund, warum Stu mit dem Poker anfing, war einfach darin zu sehen, dass die gesamte Gin-Rummy Action dieser Zeit durch ihn faktisch gestoppt wurde. Er war einfach zu gut. Stu konnte jeden Gegner besiegen. Der beste Spieler im Gin bis zu Ungars Erscheinen war damals Harry „Yonkie“ Stein. Stein verlor in einem High-Stakes Gin Spiel so übel gegen Ungar, dass er seine Karriere schlagartig beendete und fortan in Gin-Rummy Kreisen nicht mehr gesichtet wurde. Nach diesem Ereignis fand Ungar einfach niemanden mehr, der gegen ihn im Gin antreten wollte. Er war gezwungen, sich ein Handicap bei jedem Gin Spiel zu geben. Er bot seinen Gegnern z. B. an, jeweils die letzte Karte im Stoss anzusehen. Bei anderen Gelegenheiten bot Ungar an, in jeder Runde der Dealer zu sein. All das nützte nichts. Ungar gewann trotzdem jedes Spiel.

 Bei einer Gelegenheit schummelte ein Opponent. Ungar’s Bodyguard teilte Ungar dies mit. Ungar blieb ganz cool und sagte, dass er das schon längst wüsste, es mache aber nichts, weil er ihn ohnehin schlagen würde. So geschah es dann auch.

 1980 nahm Ungar zum ersten Mal an der WSOP teil und gewann prompt, indem er die Pokerlegende Doyle Brunson besiegte. Von da an ging es weiter. Er gewann die WSOP erneut in darauf folgenden Jahr 1981 und noch mal im Jahr 1997.

 Stu Ungar war der beste No-Limit Texas Hold'em Spieler aller Zeiten. Ich denke, das kann man hier an dieser Stelle so sagen. Er hatte ein photographisches Gedächtnis und einen sehr hohen I.Q. Dazu hatte er das Kämpferherz eines Löwen. Es ist wirklich nicht übertrieben, wenn man sagt, dass Stu Ungar ein Mozart des Poker war.

 Leider hatte er über das Talent hinaus auch andere Eigenschaften, die Mozart ebenfalls hatte. Wie Mozart war Stu Ungar ein leidenschaftlicher Zocker. Er verzockte sein Geld wo es nur ging, vor allem beim Golf. Als er das erste Mal in seinem Leben einen Golfplatz betrat, verlor er 80.000 Dollar. Insgesamt waren es Millionen. Darüber hinaus hatte Stu ein massives Drogenproblem. Er liebte Kokain und das wurde ihm zum Verhängnis. Es scheint so, dass sich ein derart schneller Verstand einfach auch viel schneller langweilt und immer einen Kitzel braucht. Ob es das Zocken ist, oder das Kokain. Ich denke, dass das Hirn von Ungar einfach nicht für das normale Leben gebaut war. Ungar’s Gehirn war eher wie ein Formel-Eins-Wagen, der nur für die Rennstrecke konzipiert ist, aber eben nicht für die Straße. Ähnlich war es bei Ungar. Sein Geist war für das Kartenspiel geschaffen. Im echten Leben versagte er.

 1990 wurde Stu Ungar am dritten Tag der WSOP mit einer Überdosis Kokain auf seinem Hotelzimmer gefunden. Er musste ins Krankenhaus und konnte nicht weiterspielen. Sein Chip-Stack war aber bis dahin schon so groß, dass er am Ende noch den 9. Platz belegte, obwohl er nur noch weggeblindet wurde. Sein Preisgeld betrug 20.500 Dollar.

 Stu gewann immer sehr viel Geld beim Poker, um es danach komplett für Drogen und Sportwetten zu verschwenden. Stu war in seinem Leben viermal Millionär und viermal total pleite. Es war immer das gleiche Muster. 1997 gelang es ihm, nach 16 Jahren, den WSOP-Mainevent erneut zu gewinnen, was eine unglaubliche Leistung darstellt. Die Presse taufte ihn daraufhin „The Comeback-Kid“ und Stu hat den Sieg seiner Tochter Stephanie gewidmet. Den Gewinn verschleuderte er leider wieder für Drogen und Sportwetten. 1998 konnte er bei der WSOP nicht antreten, weil er völlig geschwächt von seiner Kokainsucht war. In den Folgemonaten lief er durch Las Vegas und bettelte um Geld. Er behauptete, er brauche das Geld, um wieder zurück an den Pokertisch zu kommen. Ein Bluff. In Wirklichkeit kaufte er sich Crack.

 Am 22. November 1998 wurde Stu Ungar tot auf seinem Hotelzimmer gefunden. Die Todesursache war nicht eindeutig festzustellen, aber er ist wohl letztlich an den  Folgen seines jahrzehntelangen Drogenkonsums gestorben. Es war nicht einmal Geld für eine Beerdigung vorhanden, so dass ein Freund von Stu, nämlich Bob Stupak, eine Kollekte veranstalten musste.

 Stu Ungar hat mit seinem außerordentlichen Talent insgesamt über 30 Millionen Dollar am Pokertisch gewonnen. Er hat als einziger Mensch dreimal die WSOP im Turniersystem gewonnen. Seine Tochter eröffnete die WSOP 2005 mit den Worten: „Shuffle Up and Deal.“ Sie selbst spielt nicht.

Erster Termin für Poker-Segelreise 25. - 29. Juni 2007

Mittwoch, 30. Mai 2007

Am 25. Juni dieses Jahres ist es endlich so weit: Die erste Poker Reise auf dem Schiff sticht von Kiel aus in See...Ich werde selber mit an Bord sein und freue mich als "alte rheinländische Landratte" schon riesig darauf, ein paar Tage zu pokern und dabei gemütlich in der Dänischen Südsee zu "schippern".

Die Preise, die man gewinnen kann, sind wirklich cool und pokertechnisch wird das ganze sehr professionell ablaufen. Das Beste ist: Mitglieder bei Pokermania.de haben die Möglichkeit, die Reise für die Hälfte des Geldes zu bekommen.

Wer das nicht nutzt ist selber schuld...schauts euch mal an:

Link zu Gamers-Holidays

Link zu Pokermania 

 

Tipp für Fans des Spiels: Pokerworld24.org

Sonntag, 27. Mai 2007

Gerade in letzter Zeit sind so viele neue deutschsprachige Pokerseiten entstanden, dass man oft den Wald vor lauter Bäumen nicht mehr sieht.

 Eine Seite, die mir persönlich gut gefällt, weil sie viele sinnvolle Informationen zur Strategie des Pokerspiels enthält, ist Pokerworld24.org. Die Seite hat nicht einfach „alibimäßig“ irgendwelche schlecht übersetzten oberflächlichen Informationshäppchen wie viele andere Pokerseiten sondern enthält viele detaillierte Information, die einen am Pokertisch wirklich weiterbringen.

 Die Betreiber sagen, dass es ihr Anliegen ist, allen pokerbegeisterten Spielern Informationen rund um die Welt des Poker bereitzustellen. „Lerne die Pokerregeln, benutze die richtigen Pokerstrategien und verdiene Dir so ein nettes Nebeneinkommen.“

Zudem enthält die Seite einen Vergleich der großen Pokeranbieter, eine Übersicht aller Freeroll-Turniere, aktuelle Bonuscodes mit speziellen Angeboten und einen RSS-Feed. Ein Forum steht dem Besucher für Fragen und Anregungen bereit.

 Schaut mal rein…

Link zu Pokerworld.org

Strippoker bei Big Brother auf RTL II

Samstag, 26. Mai 2007

Bei RTL II werden wir am Pfingstwochenende wieder mal - wie vom deutschen Privatfernsehen gewohnt - "Poker am Hochreck" erleben.

Am Samstag, den 26. Mai müssen die letzten acht Kandidaten der Big Brother Show ihre Hüllen fallen lassen, wenn sie beim Kartenspiel verlieren. Am Pfingstmontag messen sich die Kandidaten in einem zweiten Turnier erneut in Sachen Taktik, Mut und Bluffgeschick. Wer in dieser Pokerrunde triumphiert, darf sich besonders freuen. Denn dem Sieger winkt eine spezielle Überraschung.

Ich prophezeie mal ganz dreist, dass wir hier Poker erleben werden, das qualitativ noch zehnmal schlechter ist als bei Stephan Raab. Dass das ganze Strippoker ist, macht die ganze Situation wahrscheinlich nur noch grotesker. Uns erwartet eine Pokertravestie...gesponsort von PartyPokerStar.de. Ich werds mir jedenfalls anschauen...

Big Brother

 

Neuer Pokerfilm: „Glück im Spiel“ (Lucky You USA 2007)

Donnerstag, 24. Mai 2007

Am 28. Juni 2007 erscheint ein neuer Pokerfilm mit Eric Bana, Drew Barrymore und Robert Duvall in den Hauptrollen. Eric Bana spielt einen professionellen Pokerspieler in Las Vegas, der sich in Drew Barrymore verliebt und das Geld für die WSOP zusammenbekommen muss.

Mein Eindruck war sehr positiv. Wir haben hier, ähnlich wie bei dem Klassiker „Rounders“ von 1998 einen Film von Pokerspielern für Pokerspieler. Die Spielszenen sind lang und nicht so sehr auf Effekthascherei ausgelegt wie zum Beispiel bei „Maverick“. Besonders gut hat mir das kafkaeske Vater/Sohn Heads-Up Spiel in einem Cafe um tausende von Dollar gefallen.

Das Besondere bei dem Film ist, dass die Handlung in die WSOP 2003 eingebettet ist. Hierbei wurden die Hauptdarsteller per Tricktechnik in die Original-Filmaufnahmen der WSOP hineingeschnitten, ähnlich wie bei „Forrest Gump“. Die Pokerszenen innerhalb des Turniers sind in meinen Augen sehr gut gemacht und viele bekannte Gesichter der Pokerszene spielen mit u.a. Barry Greenstein, Jennifer Harman, Sam Farha, Ted Forrest sowie Daniel Negreanu. Man denkt wirklich, der Film wäre bei der WSOP gedreht wurde. Besonders gut hat mir die Spielszene mit Jennifer Harman gefallen. Sie hat wirklich schauspielerisches Potential.

Die Liebesgeschichte zwischen Eric Bana und Drew Barrymore ist gekennzeichnet durch die typischen Probleme, die eine Beziehung mit einem Zocker ausmachen und die auch schon ein zentrales Thema des sehr guten Films „Rounders“ waren. Drew Barrymore sagt Sätze wie „Perhaps giving and receiving is more complicated than winning and losing.”

Fazit: Ein guter Pokerfilm, den man als interessierter Pokerspieler auf keinen Fall verpassen darf.

IMDB Link zu Luck You

 

Die unerträgliche Leichtigkeit des Coinflips

Montag, 21. Mai 2007

Wer kennt sie nicht die Situation: Man ist All-In mit einem Pärchen auf der Hand gegen Overcards. Zum Beispiel 22 gegen AK. 55% Chance für das eigene Paar und 45% für die Overcards – Ein klassischer Coinflip, zu Deutsch ein Münzwurf.

Eine Standardsituation in jedem Texas Hold'em Turnier. Wirklich eine Standardsituation? Je mehr Coinflips ich erlebe, desto komischer kommt mir die ganze Sache vor. Ist Poker etwa doch ein Glücksspiel? Da taktiert man den ganzen Abend und die ganze Nacht lang und dann reduziert sich plötzlich alles auf eine billige Coinflip-Situation? Ein tristes Glücksrad für zwei Spieler, die nur noch völlig machtlos zusehen können.

Coinflips erscheinen geisterhaft. Die Karten werden einfach so aufgelegt, ohne das jemand wettet. Die Spieler stehen oft neben dem Tisch und können es kaum aushalten. Sie beschwören ihre jeweiligen Götzen, um jeden noch so kleinen Aberglauben-Edge mitzunehmen. Der eine hofft, dass sein Paar hält. Der andere hofft fieberhaft, dass er noch etwas trifft und so ein höheres Paar macht.

Am Ende gibt es einen Gewinner und einen Verlierer im großen Nullsummenspiel der Laune namens Poker. Eigentlich hasse ich Coinflips. Andererseits liebe ich den Moment in dem alles auf der Kippe steht und ich den Mächten des Schicksals völlig ausgeliefert bin. Ist das etwa der Spielsucht-Kick oder gar die Ursache? Poker ist natürlich kein Glücksspiel und es ist eine taktische Entscheidung, überhaupt in einer Coinflip-Situation zu sein oder eben nicht.

Ich würde so gerne an etwas glauben und wenn es nur Reverse-Psychology ist. Wen soll ich beschwören? Den Gott der Stochastik, der mir 5% mehr Chance mit meinem Pärchen gibt? Budddha, der in meiner Vorstellung irgendwie aussieht wie Johnny Chan? Den Geist von Stu Ungar? Der hätte wohl nur an die nächste Line Koks gedacht. Nächstes mal mach ich es einfach wie Daniel Negreanu oder Mike Matusaw – so lange labern bis der Coinflip vorbei ist und dann weiterlabern…

 

 

Vom Kremlflieger zum Poker-Spieler

Montag, 14. Mai 2007

Von einer ungewöhnlichen Karriere las ich heute in der net-tribune.de. Da Pokerspieler im Schnitt sehr jung sind, wird vielleicht nicht allen der Name Mathias Rust geläufig sein. Er sorgte kurz vor Ende des kalten Krieges, am 28.Mai 1987 als 19jähriger für eine kleine Ost-West-Krise, als er mit einer einmotorigen Propellermaschine einen spektakulären Flug durch die Sowjetunion machte und auf dem Roten Platz mitten in Moskau landete. Das war natürlich eine Blamage für die sowjetische Radarüberwachung. Nach mehreren Monaten Haft durfte er nach Deutschland zurückkehren. «Das war naiv, jugendlicher Idealismus», sagte Rust jetzt über den Flug. Er habe ein Zeichen für den Frieden setzen wollen, sei aber durch die Haft «aus meiner Traumwelt» gerissen worden. Er geriet erneut in die Schlagzeilen, nachdem er während seiner Zivi-Zeit eine Krankenschwester niederstach. Später hatte er es nochmals wegen "Kleinigkeiten" mit dem Gericht zu tun.

Inwischen spielt er laut eigener Aussage professionell Poker: «Mein höchster Gewinn war eine dreiviertel Million bei einem Turnier in Las Vegas. Aber ich habe auch schon viel wieder verloren», sagte der 39-Jährige nach einem Bericht der Bild-Zeitung.

PokerStars präsentiert "Die unglaublichen 10 Milliarden"

Sonntag, 13. Mai 2007

Seit Herbst letzten Jahres habe ich nicht mehr bei Pokerstars gespielt. Durch den Ausschluss vieler US-Amerikaner auf etlichen anderen Onlinepokerplattformen konzentrierten sich insbesondere bei PS die besseren Spieler. Eine Folge: Die Limit Holdem Spiele im mittleren Bereich waren überfischt.

Ich hoffte zwar immer wieder mal auf einen angebotenen Bonus, aber darauf wartete ich bis gestern.

Die Ankündigung der Big10Billion Promotion zur Feier des 10 milliardensten Blatts kam per E-Mail und ich konnte nicht widerstehen einen Teil meiner Bankroll dorthin zu verschieben um den 25 % Einzahlungsbonus zu kassieren (max 150 $) und eventuell an dem einen oder anderen Turnier mit erweiterten Preispool teilzunehmen. Ausserdem gibt es ordentliche Preisgelder für Spieler, die eine Meilenstein-Hand gespielt haben. Beginnend mit der 9.000.000.000 Hand werden jede millionste Hand Geldpreise vergeben.

Ich wünsch Euch viel Glück dabei, etwas von den 1.000.000 $ Sach- und Geldpreisen abzugreifen.

Eine Folge der Promotion: Viele zahlen wieder ein (wie ich auch ;-)) und das Niveau war heute angenehm soft. Viele loose Spieler, cold calls mit 96s, A5s, etc. waren nicht ungewöhnlich.