down swing
Donnerstag, 1. März 2007
Vor knapp 2 Wochen war ich noch fast 300 BigBets hinten. Es war einer der Phasen, in denen die Gegener laufend ihre outs auf turn und river treffen, die eigenen sets reihenweise verlieren, man seine draws verpasst und die wirklichen Monster nicht ausgezahlt werden.
In den letzten Tagen habe ich wieder ordentlich kassiert. Es ist Zeit für den nächsten Rush.
Durch schlechte Phasen darf man sich nicht entmutigen lassen, jeder winning player macht diese durch.
Wichtig ist, dass man die Nerven behält und sein Spiel noch etwas solider als sonst gestaltet.
Ich versuche mich dann auf mein game, meinen Stil zu konzentrieren und verzichte weitestgehend auf moves und vermeide noch stärker den Hang zum fancy play, dem ich auch immer wieder mal erliege. Tight ist Right, insbesondere in diesen Situationen, die Swings müssen minimiert werden.
Straight forward ist das Stichwort: Wette wie immer die guten Starthände, aber sei auch bereit diese schon auf dem Flop aufzugeben, wenn es nicht trifft. Das gilt vor allem für Multiway Pots. Immer wieder sieht man eigentlich solide Leute, die mit As König (AK) die auf einem kleinen Board (nur low cards) noch auf dem Flop und Turn bezahlen. Im schlimmsten Fall wird ein Freecardplay versucht, es wird der Flop geraised, man trifft sein As auf dem Turn, um dann gegen 2 Paar „Asse und rags“ zu verlieren, weil ein looser Spieler mal wieder mit seinem As mit schlechtem Kicker dabei war.
Das ist Limit Holdem!!!
Um mit solchen Händen weiterzuspielen ist die größe des Pots entscheidend und man sollte zusätzliche Outs zu Flushs oder Straßen haben. Ich calle lieber mit QJ oder KQ overcards als mit AK.
Wenn es mal wieder nicht läuft spiele ich auch nur wenige suited Connector und kleine pocket pairs, sie unterliegen großen Schwankungen und bringen wirklich nur langfristig Profit, wenn sie in den richtigen Situationen gespielt werden. Position ist fast alles! Kurzfristig können sie sehr teuer werden.

