Eine Limit Poker Oase: Casino Duisburg

Montag, 12. November 2007

In der Innenstadt Duisburgs befindet sich Deutschlands jüngstes Spielcasino. Das zu Westspiel gehörende Casino wurde am 21.Februar 2007 im Rahmen der brandneuen Shopping Mall CityPalais feierlich eröffnet. Funkelnde Sterne, an der Decke hängende Leucht- und Himmelskörper katapultieren einen zwar nicht in den siebten Himmel, der Vegas-Style macht aber Lust auf Spiele und  Einsätze. Die Stadt am Niederrhein und am Rande des Ruhrgebiets, eher bekannt für Schimanski, Stahl und den MSV, erscheint in neuem Glanz

3 Pokertische stehen den Gästen zur Verfügung. An 2 Tischen wird in der Regel Fix Limit Holdem 5/10 gespielt und am dritten Tisch findet das für die Westspielcasinos fast schon klassische 10 – 50 Spread Limit Spiel statt (Blinds 5/10). Letzteres wird an einigen Abenden  rundenweise als Texas oder Omaha Hi gespielt. (siehe Programm unten)

Die Wartelisten sind lang, sehr lang, so dass man sich unbedingt vorher telefonisch anmelden sollte. Das tat ich natürlich auch und machte mich, so dachte ich, rechtzeitig auf den Weg. Die 100km rheinabwärts auf der A3 sollten auch an einem Freitagabend  locker in 1,5h zu schaffen sein. Da hatte allerdings ein LKW-Fahrer was dagegen und legte sein Fahrzeug in einer Baustelle auf die Seite. Die erforderlichen Bergungsmaßnahmen und der an den Nerven zehrende Stau kosteten mich weitere 1,5 h, so dass mein reservierter Platz natürlich längst vergeben war, als ich gegen 21:15 Uhr im Casino eintraf. Also musste ich noch mal über eine Stunde warten, bis endlich ein Platz am 5/10 Tisch frei wurde.

Das Spiel war gut: 2-3 Ahnungslose, 2 - 3 vorsichtige Neulinge und 3 - 4 solide Kartenspieler, wie sich schnell herausstellte.

Den Flop sahen meistens 4-6 Leute, es gab viele Cold Calls. Wer nicht mehr ganz so fit in NoFold´em Holdem ist, dem sei noch mal das Buch Small Stakes Hold ’em von Ed Miller, David Sklansky und Mason Malmuth ans Herz gelegt. Das ist eine gute Grundlage um bei diesen Spielen einen riesigen Spaß zu haben.

Ich schloss den Abend leider mit rund 10 BB im Minus ab, da ich 2-3 Hände richtig schlecht gespielt habe. Einmal gelang es mir nicht KJo in der SB auf einem J hi Flop zu folden, obwohl es klar war, dass wenigsten einer der beiden Action-Spieler ein Overpair hatte. Der Pot war einfach zu fett, da preflop 5 – 6 Leute für 3 bets dabei waren. ;-) Schon vor dem Flop übersah und überhörte ich die Erhöhung meines rechten Nachbarn, sagte fälschlicherweise Call um dann den Reraise meines linken Nachbarn noch nachzahlen zu dürfen. Mein Check Raise auf dem Flop bekam keinerlei Respekt, dennoch bezahlte ich noch den Turn. Das niedrige Limit und lockere Spiel ließen mich etwas unaufmerksam und zu optimistisch werden. Ich war gegen QQ unterwegs. Gewonnen hat allerdings ein Blackjack-Gambler mit ATo. Ein As auf dem River sicherte ihm einen ordentlichen Pot.

Dafür gewann ich die vielleicht spektakulärste Hand des Abends. Ich hatte mal wieder KJo. Eigentlich spiele diese Hand kaum aus mittlerer Position. An dem Abend, nach mehreren Calls, sah ich eine Gelegenheit dazu. Vielleicht lag es aber auch einfach an einem älteren Mitspieler, der Telly Savalas alias Kojak doubeln könnte. Die Ähnlichkeit war verblüffend. Ich bezahlte also als fünfter die Big Blind. 2 Positionen links von mir, im Cut Off, raist einer der soliden Jungs. Die Big Blind und die Limper callen, 6 Leute sind dabei.

Der Flop geht auf: KKK

Ja, es lagen tatsächlich drei Könige in der Mitte, die sich mit meinem Kojak bestens verstanden. Vierling, absolute Nuts! Der Pot ist mir sicher. Nur ein Gedanke schwirrt durch den Kopf: Wie bekomme ich die meiste Kohle rein? :-D

Bei dem Tisch legte ich mich schnell fest: Don´t slowplay. Ich spielte also an, der Preflop Raiser erhöhte natürlich und 2 weitere Spieler bezahlten. Ich callte nur, wollte meine Hand noch nicht preisgeben. Der Turn war meine Traumkarte, ein As. Ich war mir sicher, dass mindestens ein Ass draußen ist und mich ausbezahlt. Ich spiele also wieder an, gleicher Spieler raist wieder, alle anderen folden und ich reraise auf 30. Damit war meine Hand definiert. Er callt auch brav den River, eine unbedeutende Karte und zeigt mir Pocket Aces, second nuts. Ich freute mich über einen Pot mit 20 Big Bets. Ohne diesen wäre der Abend für mich wirklich unterirdisch verlaufen.

Übrigens: Asse gewannen an dem Abend keinen Pot mehr.

Link zum Spielangebot: Poker im Casino Duisburg

Landfermannstraße 6

47051 Duisburg

Reservierungen unter Telefon 02 03 / 7 13 92-270

Hollandcasino Valkenburg

Dienstag, 9. Oktober 2007

Hollandcasino Valkenburg

Letztes Wochnende war ich in Aachen, um einen neuen Maxdata-Rechner abzuholen.

Gerade mal 20min von Aachen entfernt, an der A79 Richtung Maastricht liegt der Kurort Valkenburg. Hollandcasino betreibt auf dem schönen und bekannten Cauberg ein im amerikanischen Stil gehaltenes Spielcasino.  Die 5 Pokertische veranlassten mich zu einem Abstecher.

Außer Dienstag kann man täglich ab 20.00 Uhr Texas Holdem spielen. Samstag und Sonntag wird bereits um 14.00 Uhr mit 10 € - Sit&Gos und einem  €2/4 Limit begonnen. Ab 20.00 Uhr folgen dann bis zu 3 NoLimit Holdem Tische mit € 2/2 Blinds. Minimum buy-in liegt bei 100 €, das Maximum ist 400€.  Am Dienstag beginnt das erste Cash Game aufgrund des Turniers später. Ich begrüße die buy-in Struktur, da es so keine spieltötenden Shortstacker gibt. Mir gehen die Leute, die sich immer wieder nur für das Minimum einkaufen, nämlich gewaltig auf die Nerven.

Da ich schon am frühen Nachmittags eintraf, lief zunächst nur ein cash game: Limt 2/4, das unglaublich loose war, mit Tendenz zu loose-aggressiv. Einige pots waren mehrmals capped. Auch die,  in denen ich die nuts hielt. Mit einem ersten Gewinn wechselte ich dann um 20 Uhr an einen NoLimit-Tisch. Dort war ich erstmal ziemlich card dead. Fast jede hand wurde auf das 6-7fache der Blind geraist. Ich limpte einmal mit 53s  und nach einem 10€  raise links von mir gingen noch 5 oder 6 Spieler mit. Also callte ich mal und floppte einen Drilling mit dem board K55. Gegen KQ mit einem kleineren Stack von 134 € ging es nach meinem check raise und reraise all-in und ich gewann den ersten Pot. Leider fand ich auch danach keine nennenswerten Karten mehr und ich entschied mich, nach 2 1/2 h auf den Weg zu machen. In meiner letzten Runde bekam ich dann endlich was Brauchbares: Könige. Ich raiste nach einem Limper auf 12€ und bekam 6 caller. Der Flop war König hoch mit möglichen Straight- und Flush-Draws. Also spielt ich gleich 60€ an und fand keinen Kunden. Ich fand es okay und verließ mit verdoppeltem Stack den Tisch um den Abend zu beenden.

Der rake ist in Hollandcasinos mit 5% relativ hoch, dafür wird kaum Trinkgeld erwartet. 1€ Tip pro Pot reichen eigentlich, bei großen Gewinnen kann man auch mal 2€ geben. Das Publikum ist sehr gemischt, an den Pokertischen saßen z.T. Jungs, die kaum wie18 aussahen. Dazwischen einige ältere Herren, die man besser nicht bluffen sollte ;-) und ein paar dubiose Gestalten, denen ich sonst lieber nicht begegne. Der Großteil dürfte so zwischen 25 und 45 gewesen sein.

Fazit: Das Casino und die Spiele sind eine sehr gute Alternative für Leute aus dem Rheinland. Man sollte aufgrund der Wartelisten aber zeitig vor Ort sein. Mich wird man dort demnächst wieder treffen können.

Wöchentliche Turniere:
Jeden Dienstag, abwechslend Freeze- Out-Turnier und No Limit-Turnier.
Turnier Freeze-out: €110
Turnier No limit: €60 (1000 Chips)
Re-buy: €50 (1000 Chips)
Add-on: €50 (1500 Chips)
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Infos zu De Valkenburg Series Of Poker 2007 vom 11. bis 14. Oktober gibt es hier.
Holland Casino Valkenburg
Kuurpark Cauberg 28
6301 BT Valkenburg aan de Geul (Limburg)
Telefon: 0031- 43 - 60 99 600
Fax: 0031- 43 - 60 99 699