Meine neue Tätigkeit bei PokerOlymp

Mittwoch, 12. November 2008

Ich und mein neuer Kollege Rainer Vollmar, bekannt durch “Das Buch der Bücher” und die Übersetzung zahlreicher Pokerbücher ins Deutsche, wie zum Beispiel Kill Everyone, führen von jetzt an die redaktionelle Arbeit bei Pokerolymp fort und ich freu mich schon drauf. Ich widme mich in Zukunft unter anderem der Clip Corner
und mache mit Rainer zusammen die News. Zusätzlich mache ich noch den ein oder anderen sinnvollen Strategieartikel. Geplant ist auch ein wöchentliches Pokerquiz mit saftigen Gewinnen, das wir in Zusammenarbeit mit Pokerring auf die Beine stellen werden.


Natürlich werde ich auch weiterhin hier im Blog posten


Viele Grüße


Jan



Die drei Fragezeichen und die Pokerhölle – Wir übernehmen jede Hand

Mittwoch, 12. November 2008

Vorab erst einmal ein Geständnis: Ja, ich höre Kinderhörspiele
obwohl ich schon 35 bin. Jetzt ist es raus! Allerdings bin ich in guter
Gesellschaft, denn mit mir frönen tausende erwachsene Menschen in
Deutschland dieser Leidenschaft. Justus Peter und Bob sind inzwischen
mehr als Kult und füllen mit ihrem Live-Bühnenprogramm die ganz großen
Veranstaltungshallen. Meine Neigung ist damit legitimiert.



Am 1. September erscheint im Kosmos Verlag das Buch „Die drei
Fragezeichen und die Pokerhölle“. Das Hörspiel wird folgen. Als ich bei
Amazon im Rahmen der Pokerbuchneuerscheinungen darauf stieß, schlug
mein Herz direkt ein paar Takte schneller. Ich wusste sofort, das würde
mir eine gute Entschuldigung geben, mich im Pokerblog über das heiß
geliebte Detektivtrio auszulassen. Im neuen Werk des Autors Marco
Sonnleitner helfen die drei Satzzeichen einem jungen Mann, dem in einer
Postfiliale Geld gestohlen wird. Dabei geraten sie unversehens in die
gefährliche Unterwelt von China Town. Hier muss Justus, der erste
Detektiv, sich plötzlich in geheimen unterirdischen Labyrinthen als
Pokerspieler beweisen...


Bleibt abzuwarten, wie er sich dabei anstellt. Im Prinzip bringt
Justus Jonas viele der Fähigkeiten mit, die einen guten Pokerspieler
ausmachen: Analytisches Denkvermögen, Selbstbewusstsein und einen nicht
unerheblichen „Nerdfaktor“. Bleibt zu hoffen, dass im Buch eine
einigermaßen ernsthafte Auseinandersetzung mit dem Spiel stattfindet
und nicht bloß eine klischeehafte „Wir müssen mal was über dieses neue
Ding, wie heißt es doch gleich? Ach ja, Poker, das soll doch jetzt so
in sein“ Darstellung. Natürlich sollte man hier nicht zu viel erwarten.
Mir persönlich reicht wirklich schon ein Minimum an Respekt vor dem
Spiel.

Beispiele für Produkte, die den Drive des Pokerbooms schamlos für
sich ausnutzen wollen, gibt es leider schon mehr als genug: Das Poker
Set im Mickeymausheft, dem man allerdings eine gewisse pädagogische
Ironie nicht ganz absprechen kann, das Buch „Die Poker Party: Kultiger
Spaß für Zocker und solche, die es werden wollen“ oder die Sonnenbrille
„Neo Sun Glas Big Black Poker Avangard ‘08“. Die letztgenannte Brille
hat zwar verdunkelte Gläser – sollte sie auch haben als Sonnenbrille -
ansonsten bleibt der spezielle Bezug zum Poker aber leider völlig im
Dunkeln.

Die drei Fragezeichen sind also am Pokertisch „geseated“ worden. Im
Geiste „stake“ ich Justus in bei seinem kleinen Underground-Labyrinth
Intermezzo in China Town und hoffe, dass kein Johnny Chan links von ihm
Platz nimmt. Falls sein Erzfeind Skinny Norris auftaucht, sollte Justus
ihn am Tisch natürlich schön „rasieren“.


Beste Grüße

Jan


Buchtipp: “The Man behind the Shades: The Rise and Fall of Stuey Ungar” von Nolan Dalla

Dienstag, 12. August 2008

Das Leben des besten No-Limit Hold’em und
Gin Rummy Spielers aller Zeiten liefert den Stoff für diese wirklich
spannende Biographie und den ersten Buchtipp in meinem Blog.

Stuey wuchs in der New Yorker Lower East
Side unter Spielern und Mafiosi auf und „arbeitete“ sich zum mehrfachen
Sieger der WSOP in Las Vegas empor. Tatsächlich hatte das schmächtige
Genie in seinem ganzen Leben niemals einen Bankaccount und er
verbrachte nicht einen Tag mit regulärer Arbeit. Das Buch beleuchtet
sehr genau die schwierige Persönlichkeit von Ungar und zeigt die totale
Achterbahnfahrt eines Las Vegas High Rollers, der mehrmals Millionär
und dann wieder pleite war. Es beschreibt die Süchte, denen er
verfallen war und zeichnet ein sehr genaues Bild von der Pokerszene der
70er und 80er Jahre. Alte Bekannte wie Doyle Brunson, Jack Straus oder
Puggy Pearson tauchen in dem Buch immer wieder auf und es wird treffend
beschrieben, wie es zu den spektakulären Erfolgen Ungars kam, vor allem
dem dritten WSOP Sieg im Jahre 1997, als er eigentlich schon völlig
kokainsüchtig und am Ende war.


1998 verstarb Ungar mit 800 Dollar allein
in einem Hotelzimmer in Vegas. Auf jeden Fall ein Buch, das jeder
Gambler gelesen haben sollte. Die spannende Biographie erschien 2005
und wurde bisher leider noch nicht ins Deutsche übersetzt - kostet aber
nur einen Zehner. Das Buch lohnt sich echt zu lesen - ist aber echt
traurig und sehr dramatisch am Ende.


Amazon Link


Endlich - "Das Poker Workout" erscheint im August im Droemer/Knaur Verlag

Samstag, 5. Juli 2008

Endlich ist es soweit. Mein neues Pokerbuch erscheint im August in Deutschen Buchläden. Das Buch ist diesmal ein echtes Arbeitsbuch, bei dem 100 ausgesuchte Hold'em Hände vom Leser selber gelöst werden können. Anschließend werden die Strategien und Konzepte, die der Lösung zugrunde liegen besprochen. Das Buch eignet sich gleichermaßen als Selbsttest und als Arbeitsbuch um seine Pokerskills entscheidend aufzubessern. Es hilft, Fehler auszumerzen, die sich im Laufe der Zeit eingeschlichen haben und zeigt neue Wege, um am Ende der Wettrunden den Pot zu gewinnen. Der Schwerpunkt des „Poker Workout“ liegt auf den zahlreichen Übungsaufgaben, die den Leser vor neue Herausforderungen stellen und ihn zum eigenständigen Denken anregen.

 „Der Poker-Workshop ist das Boot-Camp für Ihr Pokerspiel.“

Der Poker Workshop ist die logische Fortsetzung der „Poker Schule“ und der „Poker Uni“. Nach dem Erwerb von Wissen in der „Schule“ und in der „Uni“ wird jetzt „gearbeitet“. Der Leser wird durch eine ansprechende graphische Gestaltung direkt in Spielsituationen hineinversetzt und erwirbt so unbezahlbares Aktivwissen, das ihm am Pokertisch echtes Geld bringt.

Daneben enthält der „Poker Workshop“ auch wieder zahlreiche neue Kniffe und Raffinessen aus meiner persönlichen Trickkiste, wobei natürlich auch die anerkannten Theorien nicht zu kurz kommen. Das Ganze wird in gewohnt lockerem Ton präsentiert, so dass sich das Buch leicht lesen lässt und ganz einfach Spaß macht. Die Präsentation der Aufgaben erfolgt, sprachlich gesehen, auf einer emotionalen Ebene. Die Spielsituationen werden immer subjektiv aus der Sicht eines Spielers geschildert. Hierdurch ist es - im Gegensatz zu zahlreichen anderen Pokerbüchern – für den Leser leicht, sich in die jeweilige Interessenlage hineinzuversetzen.

Zielgruppe des Buches bilden vor allem Pokerspieler, die schon Erfahrung gesammelt haben und die wichtigen Konzepte aus der „Poker-Schule“ und der „Poker-Uni“ oder anderen Büchern kennen. Gerade diese Spieler - aber auch Anfänger - haben in dem Buch die Möglichkeit, ihr Können unter Beweis zu stellen.

Ein besonderer Dank geht an meinem Freund Hilmar Evers, der aktiv und sehr engagiert an diesemBuch mitgearbeitet hat und einen großen Teil seines Pokerwissens in dieses Buch mit eingebracht hat. Ein großes Dankeschön auch an Martin Rohrbach, Kay „Okay“ Reif, T-Moe, Volker „Akrostichon“ Niessen, Pokermania.de für die schöne Aktion, Pokerfieber.com, Florian Achenbach, Golden Nuts, Roland „Roli“ Kautz, Hansemeister, Meike „Hayami“ Busch, Robert „Lordkräh“, Volker Reif, Martin „Limit Grinder“ Rohrbach, Stefan Kuckuck, Eleonore Delair und Franziska Brosien.

Amazon Link 

Droemer/Knaur Verlag

WSOP 2008: Der neue Weltmeister steht erst im November fest

Freitag, 2. Mai 2008

Zuerst hielt ich es für eins der üblichen, unsinnigen Gerüchte in den twoplustwo-Foren, bis ich heute die offizielle Bestätigung von Harrah´s Entertainment, dem Veranstalter der WSOP las. Das Main Event startet wie geplant am 3. Juli, dann wird bis zum 14. Juli gespielt, an dem die 9 Teilnehmer des Finaltisches feststehen.  Der Final Table des Main Events wird auf Wunsch von ESPN, dem übertragenden Fernsehsender, erst ab dem 9. November ausgespielt.

Um eine nur um wenige Stunden verzögerte Fernsehübertragung zu gewährleisten verschob man kurzerhand das Finale um 16 Wochen. Die Berichterstattung über die WSOP beginnt bereits am 22. Juli und findet schliesslich ihren Höhepunkt am 10. November mit dem heads up play.

Für die Fernsehzuschauer mag es so interessanter sein, das Spiel verliert dadurch leider an Wert. 16 Wochen haben die Finalisten Zeit, um Absprachen zu treffen, sich coachen zu lassen, das Spiel der Gegner im TV zu studieren. Einige werden ihr Spiel in dieser Zeit komplett umgestellt haben. Es ist einfach ein Witz, zumal der Finaltisch aufgrund der Größe des Feldes bestimmt wieder nur aus einer Horde von glücklichen Amateuren bestehen wird.

Auf einen Teil des Gewinns muss man allerdings nicht so lange warten. Jeder der 9  Finalisten erhält mit der Qualifilkation für den Final Table bereits den Betrag in Höhe des Preisgeldes für den 9. Platz. Das restliche Geld wird angelegt und die Zinsen dem Preispool hinzugefügt. Das ist noch das Positive an dieser ansonsten spielerunfreundlichen Regelung.

Anschauen werde ich es mir wahrscheinlich nicht, denn der eigentliche Weltmeister ist für mich ohnehin der Gewinner des 50.000$ buy-in H.O.R.S.E.-Events. Der Sieger steht laut offiziellem Zeitplan bereits nach 5 Tagen am 29. Juni fest und ist wahrscheinlich wie in den letzten Jahren ein bekannter Pro. Dieser Finaltisch wird (hoffentlich) nicht verschoben.

Meine Filmkritik: Burt Reynolds überzeugt als Poker Legende in „Deal“

Freitag, 25. April 2008




Habe letztens wieder einen Pokerfilm gesehen: Der Film „Deal" handelt von jungen Pokertalent Alex
Stillman (Bret Harrison), der davon träumt, professioneller Pokerspieler zu
werden. Als Alex der Poker Legende Tommy Vinson (Burt Reynolds) begegnet, rückt
sein Traum in greifbare Nähe. Der pensionierte Profi nimmt Alex unter seine
Fittiche und bezahlt seine Buy-Ins. Burt Reynolds brilliert hier als alternder,
müde gewordener Ex Poker Profi, der seiner Frau zuliebe mit dem Spielen
aufgehört hat. Die Szenen zwischen Reynolds und seiner Frau sind wirklich
rührend und man nimmt Reynolds den inneren Konflikt zu 100% ab. Der Erfolg
stellt sich tatsächlich ein und die beiden können einige Erfolge verzeichnen. Bis
der schüchterne Alex eines Abends Call Girl Michelle (Shannon Elizabeth) begegnet
läuft alles glatt, aber dann geht der Ärger richtig los und der Meister und
sein Schüler gehen getrennte Wege, nur um am Finaltisch der World Poker Tour
als Gegner wieder aufeinander zu treffen.
"Deal" ist ein typischer Hollywood Film, der streng den
Gesetzmäßigkeiten des Feel-Good Movie folgt. Wer hier einen subtilen
Underground Film erwartet wird enttäuscht. Wer aber auf gute Unterhaltung
steht, für den ist „Deal“ genau das Richtige. Zwar ist die Schleichwerbung für Pokerstars
schon fast penetrant aber dafür kommt das Feeling in der Pokerwelt sehr gut
rüber, nicht zuletzt deshalb, weil der Film während einer echten WPT gedreht wurde, echte Pokerpros wie Joe Hachem, Greg Raymer, Chris Moneymaker
und viele mehr sind mit von der Partie. Wer sich für Poker interessiert und sich gerne von Hollywood
einlullen lässt, ist mit „Deal“ gut bedient.


Ode to Oreo - Die original OREO Kekse von Teddy KGB aus Rounders

Mittwoch, 9. April 2008

Eine Ikone der Pokerfilmgeschichte: "What the F... did you lay that down?"
sagt Teddy KGB stinksauer, nachdem er seinen Oreo Cookie am Ohr
zerteilt hat und seinem Gegner Mike damit verraten hat, dass er eine
starke Hand hält. Ein Klischeetell, wie er hollywoodmäßiger eigentlich
nicht sein kann. Trotzdem eine meiner Lieblingsfilmszenen aus dem Film
Rounders.

Jetzt sitze ich hier und habe mich beim Kaufhof in Bonn mit den Dingern
eingedeckt. Irgendwie sind die Kekse momentan spannender als die
Starthände, die da online so geflogen kommen - daher habe ich mich
entschlossen, aus diesem Eintrag eine ""Ode an die Oreos" zu machen.

Lasst euch nicht von Teddy KGBs eher unappetitlicher Erscheinung
täuschen -Die Teile schmecken geil (und ich übrigens krieg nichts von
der Firma für diese Werbung). Wenn ich die am Ohr zerteile, floppe ich
keine Straße und mein Gegner legt auch keine Top-Two Pair nieder aber
dafür zerteile ich sie und setze immer jeweils zwei Hälften mit dem
weißen Zeug darauf zusammen und habe so einen Doppel-Oreo-Whopper -
ungefähr so (II), wobei die Klammer der Keks und die Is das weiße Zeugs
drin sind ... Der absolute Burner!!!



Ist das ein Tell und was bedeutet er? Fressflash!



http://www.amazon.de/Oreo-Kekse-das-Original-176g/dp/B00118BKMM/ref=pd_bbs_sr_1?ie=UTF8&s=home-garden&qid=1207697541&sr=8-1










Endlich erschienen - Der Pokerkalender

Donnerstag, 27. März 2008


Im April erscheint nun endlich mein Pokerkalender im Droemer/Knaur Verlag. Zusammen mit der pokerbegeistern Annalena Evers habe ich 366 Sprüche, Events, Lehrsätze und noch viele Bonbons zum Thema Poker zusammengetragen. Der Kalender ist ewig, das heißt, man kann ihn mehrere Jahre hintereinander benutzen. Die Seiten sind beidseitig bedruckt.

Tag für Tag bietet der Kalender Anregungen, Tipps und Tricks, um das eigene Pokerspiel effektiv zu verbessern - ob zu Hause, im Büro oder im Urlaub.

Jeden Tag ein neues Poker Mantra. Außerdem enthalten: Die großen Poker-Events, die bekanntesten Spieler und die berühmtesten Sprüche. Ein echter Pokerschatz und ein tolles Geschenk für jeden Pokerfreak!




Der schwarze Sonntag - Die erste Liga versinkt in den Wirren der Rebellion

Montag, 25. Februar 2008

Ich gebe es zu: Ich war ein All-In Pusher am berüchtigten 6. Spieltag!

Und habe so zu der großen Zahl der gefrusteten semi-streikenden
Spielern des gestrigen Spieltages gehört. Viele Spieler waren AWAY oder
gingen einfach immer weiter All-In. 20er Turniere hatten nach wenigen
Minuten nur noch 10 Spieler. Sodom und Gomorra. Schande auf mein Haupt,
dass ich da mitgemacht habe. Aber die Ereignisse der Tage zuvor haben
mich derart schockiert, dass ich nicht anders konnte.

Ralph hat es in seinem Blog ja schon treffend beschrieben, ich
wiederhole daher nur kurz: Das Preisgeld ist gefünftelt!!!! worden und
das wurde mal eben so am Rande mitgeteilt.

Glückwunsch auf jeden Fall zur Tabellenspitze für Team Pokermania. Ich
befolge normalerweise auch den Grundsatz, dass man sich im Poker an
alle noch so chaotischen Bedingungen anpassen muss. Das ist ein
fundamentaler, wenn nicht sogar DER Skill überhaupt!! Es ist auch ein
Beweis, dass es euch nicht nur um die Kohle geht. Deswegen nochmal mein
aufrichtiger Glückwunsch.

Ich zitiere an dieser Stelle den User V.Nut aus dem ISL Forum, der
meiner Meinung nach die Beziehung Geld - Poker auf den Punkt gebracht
hat: "Es
geht den meisten Spielern natürlich nicht nur um das schnöde Geld,
sondern auch um Ruhm und Ehre. Aber dies wird in Pokerkreisen nun mal
mit gewonnenem Geld gemessen. Das scheint vielen nicht klar zu sein.
Wenn ich jemandem sage: "Mein Team ist Meister in der 1.
eSports-Pokerliga geworden!" will ich nicht, dass jemand antwortet:
"Worin? Da gibt es doch nix zu holen du Fish!" Sondern ich will hören:
"Oha, ich glaube da folde ich lieber meine Damen"


Heute, einen Tag nach dem Fiasko, heißt es, dass noch 25k in die Liga
nachgeschossen werden. Dann scheint es ja gestern was gebracht zu haben
und es kann "normal" weitergehen.

... und eigentlich hasse ich dieses All-In Gepusche als tighter Grinder auch wie die Pest ...... .;-)

PS: Das Black Sunday Buch vom Bild ist vom selben Autor wie Schweigen der Lämmer und echt gut ...

Mause-Tot am ersten Bundesliga Spieltag und aus Versehen gecallt ...

Donnerstag, 7. Februar 2008


Gestern war der erste Spieltag der Bundesliga. Erst lief die Sache ganz
gut an. Dann kriege ich KK bei nem Underboard und der Pot ist relativ
groß. Auf dem Flop geht dann die Mausbatterie leer und ich werd bei nem
fetten Pot zwangsgefoldet. Zwei Wochen blinkt das Scheissteil
schon und dann ausgerechnet in DER Hand ...

Ich hab mich dann wieder berappelt und dann hab ich als Chipleader(!)
aus Versehen mit K8s All-In gecallt und natürlich geloost. Wegen der
ganzen Maus-Hektik vorher hab ich gedacht, ich call nur die BB und dann
wars leider ein bisserl mehr ... Mit K8 bezahl ich normal keinen Cent
... Das Gefühl war kaum zu beschreiben. Von 3600 auf 600 runter wegen
wörtlich verpuschtem Call ... Bleierne Minuten folgten mit Kloß im Hals
und resignierter Wut in den Fingern ...

Und dann bin ich, nachdem ich mich wieder wie ein Stehaufmännchen
berappelt habe, mit KK gegen QQ rausgeflogen … wie ich jetzt weiß,
gegen Okay - Schöne Grüße an dieser Stelle ... war aber OK, weil
wenigstens kein Fehler von mir. Ich hol mir jetzt ne Maus mit
Atomreaktor drin …

Spass hat die ganze Achterbahnfahrt-Einmann-Slapstick-Show am PC im Nachhinein schon gemacht - pervers, oder?

Barack Obama the poker player

Donnerstag, 7. Februar 2008

Der bekannte Poker Autor James MacManus („Positively Fifth Street“) ist in der aktuellen Ausgabe von The New Yorker mit einem interessanten Artikel vertreten. Er wirft einen Blick auf die pokerspielende Seite des US-Präsidentschaftskandidaten Barack Obama.

Ein Ausschnitt:

Obama never played for high stakes. Only on a very bad night could a player drop two hundred dollars in these games, typical wins and losses being closer to twenty-five bucks. Link describes Obama as a “calculating” cardplayer, avoiding long-shot draws and patiently waiting for strong starting hands. “When Barack stayed in, you pretty much figured he’s got a good hand,” former Senator Larry Walsh once told a reporter, neglecting to note that maintaining that sort of rock-solid image made it easier for Obama to bluff.

Zum Artikel geht es hier: The New Yorker, 04. Feb. 2008, Dept. of Odds
Man wird sehen wie gut Obamas Karten im laufenden Wahlkampf sind. Der Big Stack an Wahlkampfgeldern ist er bereits.


Es gibt sogar Unterstützung von einigen prominenten, bloggenden Las Vegas High Stakes Spielern. Link

The Grand - Neuer Pokerfilm mit deutschem Filmgenie Werner Herzog!

Montag, 4. Februar 2008



Im März kommt in den USA ein neuer Semidokumentarischer Pokerfilm heraus. Ich bin mal gespannt, die Wertung bei IMDB war jedenfalls gut.

Aus der offiziellen Website: The Grand is in the tradition of improvisational comedies like Best In Show and This Is Spinal Tap.
The story is set in the world of professional poker and follows six
players who reach the final table of the world’s second most famous
high stakes tournament, the Grand Championship of Poker. The Grand
was improvised from a detailed treatment co–written by Zak Penn and
Matt Bierman who also served as Executive Producer. A Tribeca Film
Festival favorite, the film boasts a stellar, international comedic
cast and was featured June 8 at the Cinevegas film festival in Las
Vegas.
An eclectic cast brings together many of
today’s top comedic actors; Woody Harrelson, David Cross, Dennis
Farina, Cheryl Hines, Richard Kind and Chris Parnell. The film also
stars award–winning comedian Ray Romano, the legendary German film
director Werner Herzog and sitcom vet Gabe “Welcome Back Kotter” Kaplan.
The Grand
was produced by Zak Penn and Gary Marcus as well as Eleven Eleven
Films’ Bobby Schwartz and Ross Dinerstein and IMG’s Bret Saxon and Jeff
Bowler. It will be distributed theatrically by Anchor Bay Entertainment
in March 2008.

IMDB Link

Offizielle Website


Einfach nur mies gespielt - Warum nur?

Sonntag, 3. Februar 2008



Gestern war ich bei einem Cash-Game und folgende Situation entstand: Ich halte ...

Ich weiß nicht mehr genau, in welcher Stimmung ich war, aber würde es
gerne wissen, damit ich demnächst aber mal sofort aufstehe und gehe,
sollte ich auch nur den leisesten Anflug dieser Stimmung erneut
verspüren ...

Ich limpe, die anderen auch und der Flop kommt

.Ich
wette in schlechter Position 6 €, mein Gegner geht auf 12 € hoch. Was
mache ich? Anstatt rauszugehen, schiebe ich alle Kohle in die Mitte,
der andere callt, zeigt mir sein Ass und der Abend ist gelaufen. Mein
Gutshot kommt natürlich nicht.Das ganze kommt mir vor wie früher beim Ego-Shooter auf dem Computer.
Von Zeit zu Zeit bin ich einfach grundlos in den Raum mit den
krassesten Monstern gelaufen und bin kamikazemäßig draufgegangen.

Wer wird mich demnächst vor mir selbst schützen? Naja, jetzt habe ich wenigstens drüber geredet ... das tut gut ...

Arme Dänen

Sonntag, 27. Januar 2008

Nein, heute ist nicht der erste April, so fühlte ich mich aber beim Lesen eines Artikels im Tagesspiegel:

Wenn die Steuerfahndung pokert

In Dänemark versuchen Finanzbeamte, Gewinnern aus Online-Glücksspielen auf die Schliche zu kommen.

Von André Anwar

KOPENHAGEN - Was für ein Job. Der ehrenwerte Beruf des Steuerbeamten gilt im Volksmund als grau, bieder, langweilig. Die dänische Finanzbehörde „Skat“ straft dieses Gerücht nun Lügen. In Kopenhagen dürfen die Beamten des wohl bekanntesten Amtes des Königreichs täglich im Internet bei Pokerturnieren ihre Geschicklichkeit, ihr Talent zum Bluffen und ihre Risikobereitschaft unter Beweis stellen. Und das Schönste ist: Für verlorene Einsätze müssen die Beamten nicht selber zahlen. Dafür stehen Steuergelder zur Verfügung.

Das Online-Poker-Projekt soll jedoch nicht nur zur Auflockerung der Atmosphäre in den dänischen Finanzämtern beitragen – auch wenn dies unbestreitbar ein Nebeneffekt ist. Eigentlich geht es den Steuerbeamten darum, Internet-Pokerspieler mit dänischer Staatsbürgerschaft zu entlarven, wenn sie ihre beim Zocken gemachten und teils beträchtlichen Gewinne nicht ordnungsgemäß versteuern.[...]

Hier geht´s zum Artikel

Eigentlich kann ich das ja nicht glauben, aber nun gut, nehmen wir mal an, dass dänische Finanzbehörden tatsächlich den Online Pros auf die Schliche kommen wollen. Ohne Kooperation mit den entsprechenden Pokeranbietern halte ich das für kaum möglich. Oder jemand ist so unvorsichtig und gibt irgendwo seine wahre Identität preis.

Hoffen wir mal, dass diese Neugier der Finanzämter in Europa keine Schule macht.

Limit Holdem Monster Pot

Samstag, 26. Januar 2008

Hier ist die Hand mit dem Monsterpot in Limit Holdem.

Party Poker 5$/10$ Hold'em (10 handed) Party-Poker Converter Tool from FlopTurnRiver.com


Preflop: Hero is MP3 with 8, 8.
UTG calls, UTG+1 calls, UTG+2 raises, 2 folds, Hero calls, CO calls, Button 3-bets, 2 folds, UTG caps, UTG+1 calls, UTG+2 calls, Hero calls, CO calls, Button calls.

Flop: (25.40 SB) 4, 5, 8 (6 players)
UTG bets, UTG+1 calls, UTG+2 raises, Hero 3-bets, CO calls, Button calls, UTG calls, UTG+1 calls, UTG+2 caps, Hero calls, CO calls, Button calls, UTG calls, UTG+1 calls.

Turn: (24.70 BB) 5 (6 players)
UTG checks, UTG+1 checks, UTG+2 bets, Hero raises, CO calls, Button calls, UTG 3-bets, UTG+1 calls, UTG+2 calls, Hero caps, CO calls, Button calls, UTG calls $80 (All-In), UTG+1 calls, UTG+2 calls.

River: (55.70 BB) Q (6 players, 1 all-in)
UTG+1 checks, UTG+2 checks, Hero bets, CO calls, Button folds, UTG+1 folds, UTG+2 calls.

Final Pot: 58.7 BB
Main Pot: 48.70 BB, between UTG+2, Hero, CO and UTG.
Pot 2: 10 BB, between UTG+2, Hero and CO.

Results in white below:
UTG has Ah Ac (two pair, aces and fives).
UTG+2 has Ks Kh (two pair, kings and fives).
Hero has 8c 8d (full house, eights full of fives).
CO has 7s 7c (two pair, sevens and fives).
Outcome: Hero wins 58.70 BB.

 Es ist schon erstaunlich wie unvorsichtig Leute sind und Ihre Overpairs überspielen.  Mein call pre flop mag manch einer als fragwürdig ansehen. Normalerweise würde ich 88 gegen einen raise folden oder  reraisen. Ich war mir aber aufgrund des Spielverlaufs sicher, dass mindestens 5 Leute den Flop sehen werden, so dass die implied odds gut genug würden. So war es dann ja auch. :D